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Einladung HZK-Kolloquium am 07. September 2020 um 14 Uhr, online

Das nächste Kolloquium des HZK findet am 07. September 2020 um 14 Uhr statt und alle Interessierten sind herzlich eingeladen!
Die Veranstaltung wird digital durchgeführt.

Die Zugangsdaten zur Videokonferenz erhalten Sie auf Anfrage per E-Mail bei oliver.zauzig@hu-berlin.de.

Thema dieser Sitzung ist die Forschungstelle Das Technische Bild (DTB). Katja Müller-Helle wird einleitend das Projekt im allgemeinen vorstellen und im Anschluss zum Tehma „Technische Bildzensur“ referieren. Im Folgenden werden die Mitarbeitertenden Paul Brakmann und Lea Hilsemer aus ihren Promotionsprojekten zur veränderten Rezeptionssituation in Ausstellungsräumen durch Handykameras und zum Zusammenhang von Fotografie und historischer Einbildungskraft sprechen.

 

Hinweis zum nächsten Termin:
28. September 2020 um 14 Uhr
Sarah Wagner wird die digitale Forschungsumgebung WissKi (wissenschaftliche Kommunikations-Infrastruktur) im Rahmen des Forschungsprojektes „Fenster zur Natur und Kunst“ vorstellen. 

Return to Sender: Utopien und Grenzen zirkulierender Bilder

Symposium im Live-Stream
über https://www.co-berlin.org/

31.8.-1.9.2020

Eine gemeinsame Veranstaltung von C/O Berlin mit der Forschungsstelle Das Technische Bild am Institut für Kunst- und Bildgeschichte der Humboldt-Universität/Hermann von Helmholtz-Zentrum für Kulturtechnik zum 20-jährigen Bestehen beider Institutionen.

Konzept: Felix Hoffmann/Katja Müller-Helle/Kathrin Schönegg

Spätestens seit den ersten Bildpostkarten der 1880er Jahren werden Bildmotive zur Nachrichtenübertragung genutzt, gestempelt, mit rahmender Schrift versehen und in die Distributionswege der Post eingeschleust. Doch je größer das Versprechen der personalisierten Bildgrüße wurde, desto hellhöriger reagierten die Institutionen ihrer Eindämmung. Schon während des Ersten Weltkriegs gerieten Feldpostkarten mit Karikaturen, Schmähungen oder anzüglichen Darstellungen unter den Verschluss der eigens hierfür etablierten preußischen Zensurbehörde in Berlin. Die Anfänge zirkulierender Bilder, ihre Potentiale und ihre Grenzen sollen in diesem Symposium bis zu den sozialen Medien verfolgt werden: Die digitale Bildzirkulation bringt heute auf Seiten der User Utopien von Partizipation und Verbreitung hervor, die durch Praktiken von algorithmischer Bildlöschung und Regulierungsmechanismen eingedämmt werden. Trotz Bildzensur und kuratierten Inhalten beruht die Rhetorik der Plattformen auf dem Mythos der Netzneutralität. Die Frage nach der massenweisen Teilbarkeit von Bildern soll demnach in einer doppelten Perspektive von Potential und Regulierung, von Freiheit und Zensur in historischer Perspektive in den Blick genommen werden.

Mit Friedrich Balke, Estelle Blaschke, Matthias Bruhn, Eva Ehninger, Felix Hoffmann, Christian Kassung, Roland Meyer, Katja Müller-Helle, Margarete Pratschke, Simon Rothöler, Kerstin Schankweiler, Kathrin Schönegg, Friedrich Tietjen und Wolfgang Ullrich.

Bildnachweis:
Berlin, 2006, from the series Photo Opportunities (2005 – present), ©Corinne Vionnet