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Die Helmholtz-Kommission der Humboldt-Universität zu Berlin setzt sich zum Ziel, die Brücke von den Natur- zu den Geisteswissenschaften zu schlagen. Die Notwendigkeit eines Zusammenwachsens ist umso größer, je weiter diese »zwei Kulturen« sich auseinander bewegen. Die Helmholtz-Vorträge haben sich in den letzten Jahren vor diesem Hintergrund zu einer weit beachteten Institution entwickelt; unter den Sprechern waren die Nobelpreisträger für Physik, Carlo Rubbia und Samuel C.C. Ting, sowie der Philosoph John Searle.

Zum Thema des Sommersemesters, »Raum«, spricht am 4. Mai im Auditorium Maximum der Humboldt-Universität zu Berlin der kalifornische Architekt Frank O. Gehry. Dieser gegenwärtig wohl bedeutendste Architekt versteht es, Raum nicht nur zu gestalten, sondern zu schöpfen. 1929 in Toronto geboren, hat er durch seine skulpturalen Kompositionen der Baukörper den dreidimensionalen Raum neu definiert. Seine Architekturen verwandeln nicht nur die Räume des gebauten Volumens, sondern auch die Umwelt und die Bautechnik; so hat sein Guggenheim-Museum (1997) der Stadt Bilbao mit einem Schlag ein neues Gepräge gegeben. Eine Reihe von Bauten hat er in Deutschland errichtet, darunter das Vitra Design Museum in Weil am Rhein (1989), das Energie-Forum in Bad Oeynhausen (1995) und jüngst die Hafenhäuser in Düsseldorf (1998).

Gegenwärtig baut er die Zentrale der DG Bank am Pariser Platz in Berlin, die eines seiner Hauptwerke zu werden verspricht.

Gehry hat eine Fülle hoher und höchster Auszeichnungen erhalten, darunter 1989 den Pritzker Price, eine Art Nobelpreis für Architektur.




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