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Helmholtz Voocaal – Kammeroper

Jan-Peter E.R. Sonntag: HELMHOLTZ VOOCAAL

Kammeroper, 26. August – 1. September 2021. Premiere: 26. August 2021, 20 Uhr

Eine apparative und installative Kammeroper in 3 Akten und Räumen des TA T anlässlich des 200. Geburtstags von Hermann von Helmholtz.

Am 31. August 2021 jährt sich der 200. Geburtstag des studierten Militärchirurgen, Amateurmusikers, Anatomen, Physiologen, experimentellen und theoretischen Physikers und Philosophen Hermann von Helmholtz. Mit seiner „Lehre von den Tonempfindungen als physiologische Grundlage für die Theorie der Musik“ versucht Helmholtz bereits 1862, nicht nur die Ästhetik der Musik auf einer naturwissenschaftlich-physiologisch und physikalisch-akustischen Basis neu zu fundieren, sondern er entwickelt auch selbst die Apparate, die seine Theorie für ihn und andere auch sinnlich nachvollziehbar werden lassen. Und er fordert seine Leser auf seine akustischen Experimente nachzuvollziehen.
Die Konzerte finden jeweils als geführter Parcours für Kleingruppen gemäß geltender Infektionsschutzbedingungen statt. Beginn des Parcours am 27. und 28. August alle dreißig Minuten (zu jeder vollen Stunde und halben Stunde, s.u.) ist jeweils an der Open Humboldt-Hauptbühne auf dem Campus Nord.

Salon Helmholtz: Stimme und Stimmung

Wie hören wir? Wie hängen die Töne von Musikinstrumenten, die Stimmungen der Dieser und ihre Klangfarben mit den Empfindungen von Konsonanz und Dissonanz zusammen? – wie Musik und Mathematik? – Wie das naturwissenschaftliche Wissen mit Musik und Philisophie? Mit diesen Fragen beschäftigte sich Hermann von Helmholtz (1821–1894), einer der letzten Universalgelehrten des 19. Jahrhunderts, dessen Statue heute unter anderem den Hof der Humboldt-Universität schmückt. In seiner Forschung verband er Naturwissenschaft, Philosophie und Musiktheorie. Dazu experimentierte er mit Klavier und Stimme und entwickelte Apparate, die seine Theorie nicht nur in Wort und Schrift fassten. Sie sollte für ihn und andere auch experimentell nachvollziehbar werden – verstehen als hören und erfahren. Der Berliner Salon seiner Frau Anna bot ihm (und anderen „Superstars“ der Wissenschaft jener Zeit) eine geschätzte Bühne. Anlässlich von Helmholtz 200. Geburtstag wird dieses Format an einem besonderen Ort, dem denkmalgeschützten Objektlabor des Hermann von Helmholtz-Zentrums für Kulturtechnik, wiederbelebt.
Der Salon ergänzt die Aufführungen von HELMHOLTZ VOOCAAL und bietet einen Blick hinter die Kulissen sowie einen praktisch-theoretischen Dialog von Kunst und Wissenschaft. An und mit historischen sowie neu geschaffen Instrumenten wird Helmholtz Wirken von Jan-Peter E.R. Sonntag gemeinsam mit namhaften Wissenschaftler:innen (27.8.: Prof. Dr. Julia Kursell, 28.8., Dr. Christopher Li, 31.8, Prof. Dr. Viktoria Tkaczyk) diskutiert. Moderation: Felix Sattler (Kurator Tieranatomisches Theater). Dauer: ca. 75min. Ort: Objektlabor des HZK (Gerlachbau, Campus Nord).

Weitere Informationen und Anmeldung: https://tieranatomisches-theater.de/project/kammeroper-26-august-1-september-2021-premiere-26-08-2021-20-uhrjan-peter-e-r-sonntag-helmholtz-voocaal/

Foto: Jan-Peter E.R. Sonntag: Helmholtz Voocaal. © N-Solab