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Ringvorlesung „Beziehungsweise Familie“ – am 6. Mai 2026 mit Luise Merkert und Anna Hepting

Irrgärten und Auswege. Familienbilder im Kino

Luise Merkert und Anna Hepting (Ludwig-Maximilians-Universität München)

Mediale Darstellungen prägen unsere Vorstellungen von Familie maßgeblich mit. Sie geben Ideale, sowie Normen und Werte in Bezug auf Familie weiter, hinterfragen und kritisieren diese aber auch. Der Vortrag blickt auf zeitgenössische filmische Familienbilder im internationalen Arthouse Kino und erkundet die Art und Weise, wie Familie dargestellt und ausgehandelt wird. Ein besonderer Fokus gilt dabei religiösen Verweisen, die in der Inszenierung von Familie relevant werden. Der Film nimmt Bezug auf religiöse Traditionen und Weltbilder, um familiales Leben darzustellen: Es werden Hochzeiten und Taufen gefeiert, auf Beerdigungen wird um ein geliebtes Familienmitglied getrauert. Die filmische Familie wird außerdem zum Ort der Weitergabe religiösen Wissens oder aber Schauplatz für religiöse Konflikte. Die Auswahl der Filme bietet einen Einblick in diese vielfältigen Verflechtungen zwischen Film, Familie und Religion.

Filme:

BROKER (Hirokazo Kore-eda, JP 2022)

C’È ANCORA DOMANI (Morgen ist auch noch ein Tag, Paola Cortellesi, IT 2023)

JENSEITS VON SCHULD (Katharina Köstner/Katrin Nemec, DE 2024)

MA VIE DE COURGETTE (Mein Leben als Zucchini, Claude Barras, CH/FR 2016)

Der Vortrag findet in deutscher Sprache statt.

Die Teilnahme ist ohne Voranmeldung möglich und steht allen Interessierten frei.

Veranstalterinnen:

Prof. Dr. Daniel Tyradellis (Humboldt-Universität zu Berlin)

Dr. Alia Rayyan (Humboldt-Universität zu Berlin)

Dr. Laura Goldenbaum (Stiftung Humboldt Forum im Berliner Schloss)

Ort und Zeit:

6. Mai 2026,

18 bis 20 Uhr

im Saal 3, EG, Humboldt Forum, Schlossplatz.

Weitere Informationen

Luise Merkert
Anna Hepting

Anna Hepting und Luise Merkert sind Doktorandinnen und wissenschaftliche Mitarbeiterinnen am Lehrstuhl für Religionswissenschaft und Religionsgeschichte der Evangelisch-Theologischen Fakultät an der LMU München. Gemeinsam mit Prof. Dr. Daria Pezzoli-Olgiati sind sie Teil des Forschungsverbundes ForFamily, in dem sie im Teilprojekt „Die Familie im Film. Medien als Aushandlungsort von familialen Narrativen, Werten und Transformationen“ forschen. Ihre Dissertationen beschäftigen sich mit der Aushandlung von Familie in Disneys Animationsfilm sowie dem zeitgenössischen Horrorfilm.

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