Friedrich Kittler

Friedrich Kittler

Rollen:
Hermann von Helmholtz-Zentrum für Kulturtechnik

Friedrich Kittler (1943-2011), war einer der einflussreichsten und bedeutendsten deutschen Medientheoretiker und Begründer der »Berliner Schule« der Medienwissenschaft. Er hatte den Lehrstuhl für Ästhetik und Geschichte der Medien an der Humboldt-Universität zu Berlin inne.


Friedrich Kittler vertrat einen neuen Ansatz der Medientheorie, der ab den 1980er Jahren zunehmend populär wurde und von den technischen Medien ausging, deren Einsatz auf den Horizont der benutzten Kulturtechniken bezogen wurde. Friedrich Kittler wurde 1943 im sächsischen Rochlitz geboren. Er studierte von 1963 bis 1972 Germanistik, Romanistik und Philosophie an der Albert-Ludwigs-Universität in Freiburg im Breisgau. 1976 wurde Kittler mit einer Arbeit über den Dichter Conrad Ferdinand Meyer promoviert. Von 1976 bis 1986 arbeitete er als Wissenschaftlicher Assistent am Deutschen Seminar der Universität Freiburg. 1984 wurde er im Bereich der neueren deutschen Literaturgeschichte mit seiner Habilitationsschrift »Aufschreibesysteme 1800–1900« habilitiert.

Von 1986 bis 1990 war er Leiter des DFG-Projekts »Literatur und Medienanalyse« in Kassel. 1987 wurde er als Professor für Neugermanistik an die Ruhr-Universität Bochum, 1993 an den Lehrstuhl für Ästhetik und Geschichte der Medien am Institut für Kulturwissenschaft der Humboldt-Universität zu Berlin berufen. Im selben Jahr wurde er mit dem Siemens-Medienkunstpreis des Zentrum für Kunst und Medientechnologie Karlsruhe für seine Forschungen auf dem Gebiet der Medientheorie ausgezeichnet. Kittler lehrte und forschte mehrere Jahre als Gastprofessor an amerikanischen Universitäten, darunter an der Yale University, der Columbia University (New York), der University of California (Berkeley) und der Stanford University. Friedrich Kittler war Gründungsmitglied und stellvertretender Direktor des Hermann von Helmholtz-Zentrums für Kulturtechnik und Mitglied der Forschergruppe »Bild Schrift Zahl« (DFG).

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