Archiv der Kategorie: Aktuelles

Objekt des Monats: Wirtschaft als Wissenschaft – die Amtskette der Handelshochschule Berlin, 1910

Objekt des Monats 02/2026

Die silberne, vergoldete Amtskette kündet mit dem Porträt Kaiser Wilhelms II. in Uniform mit Preußischem Adlerhelm im Profil nach rechts auf der Vorderseite des Medaillons, von wem sie verliehen wurde. Die Inschrift im Mittelfeld der Rückseite gibt zudem das Datum an: „Wilhelm II. Kaiser und König der Handelshochschule Berlin verliehen 1910“.

Foto einer zweigliedrigen Metallkette, an der ein Medaillon mit dem Profilbildnis Kaiser Wilhelms II. hängt
Amtskette der Handelshochschule Berlin, Silber vergoldet, 1910
Foto der Rückseite eines Medaillons mit Text im Mittelfeld
Amtskette der Handelshochschule Berlin, Silber vergoldet, 1910, Medaillon Revers

Die im Jahr 1906 gegründete Handelshochschule, „von Kaufleuten begründet und für Kaufleute bestimmt“ (so im Bericht über die Eröffnung am 27. Oktober 1906), stellte mit ihrem betriebswirtschaftlichen Schwerpunkt ein Gegengewicht zum bereits seit 1886 bestehenden Staatswissenschaftlich-statistischen Seminar der Friedrich-Wilhelms-Universität dar (ab 1936 Institut für Wirtschaftswissenschaften), das innerhalb der Philosophischen Fakultät volkswirtschaftlich orientiert lehrte und forschte.

1920 löste sich die Korporation der Kaufmannschaft auf und die Handelskammer zu Berlin übernahm die Verwaltung der Handelshochschule, die in den folgenden Jahren auch das Promotionsrecht erhielt. Als Anstalt des öffentlichen Rechts unterstand sie zudem dem preußischen Ministerium für Handel und Gewerbe. 1935 wurde sie in Wirtschafts-Hochschule umbenannt und an die Universität angegliedert. 1946 wurde sie mit dem Aufbau der Wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät, die ihren Sitz wie die ehemalige Handelshochschule in der Spandauer Straße unmittelbar neben der Berliner Börse hatte, in die Universität integriert.
Im Gegensatz zu Amtsketten der traditionellen Fakultäten, die sich an der Berliner Universität nicht nachweisen lassen, besitzt die Humboldt-Universität mit der Amtskette der ehemaligen Handelshochschule einen durch die institutionellen Veränderungen dazu gewordenen Fakultäts- bzw. Dekansschmuck.

Während Zepter als wichtigste Insignie von Universitäten seit dem Mittelalter überliefert sind – sie waren Zeichen der richterlichen Gewalt des Rektors und damit der Autonomie der Universität –, waren Amtsketten bis ins 18. Jahrhundert unüblich. Vereinzelt wurden den Universitäten sog. Gnadenpfennige vom Herrscher bzw. der Herrscherin verliehen als Zeichen besonderer Privilegien. Diese zeigten alle das Porträt des entsprechenden Staatsoberhauptes. Zumeist wurden sie allerdings als Schmuck beurteilt und nicht als Ehrenzeichen. Das änderte sich vor allem im 19. Jahrhundert mit einem insgesamt gewandelten Erscheinungsbild der Universitäten. Dennoch blieb (zumindest in Preußen und Bayern) weiterhin der König derjenige, der über die Einführung von Amtsketten entschied. So erinnert also an die Berliner Handelshochschule das Profilbildnis Wilhelms II.

 

Autorin: Christina Kuhli

Literatur:

Günter Stemmler: Rektorketten – Grundzüge ihrer Geschichte bis zur Mitte des 19. Jahrhunderts, in: Jahrbuch für Universitätsgeschichte 7, 2004, S. 241-248;
Frank Zschaler: Vom Heilig-Geist-Spital zur Wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät. 110 Jahre Staatswissenschaftlich-Statistisches Seminar der vormals königlichen Friedrich-Wilhelms-Universität. 90 Jahre Handels-Hochschule Berlin, Heidelberg u.a. 1997;
Ein Halbjahrhundert betriebswirtschaftliches Hochschulstudium. Festschrift zum 50. Gründungstag der Handels-Hochschule Berlin, Berlin 1956.

Ringvorlesung „Beziehungsweise Familie“ – am 11. Februar 2026 mit Dr. Michael Slepian

Having and Keeping Secrets (Dt.: Haben und Bewahren von Geheimnissen)

Dr. Michael Slepian (Associate Professor an der Columbia Business School)

Geheimnisse gelten oft als Belastung – für Beziehungen ebenso wie für das persönliche Wohlbefinden. Häufig wird angenommen, dass vor allem das aktive Verbergen anstrengend und schädlich ist. Aktuelle psychologische Forschung zeichnet jedoch ein differenzierteres Bild. Zahlreiche Studien mit Tausenden von Teilnehmenden zeigen: Nicht das Verheimlichen selbst ist meist das Problem, sondern das gedankliche Kreisen um ein Geheimnis. Wenn Geheimnisse immer wieder in unsere Gedanken eindringen und wir mit ihnen allein bleiben, ohne Austausch und neue Perspektiven, kann dies mit geringerer Beziehungsqualität und einem verminderten Gefühl von Authentizität einhergehen. Gleichzeitig können Geheimnisse auch positive Effekte haben – vorausgesetzt, sie werden bewusst und aus den richtigen Gründen bewahrt. Geheimnisse, die im Auftrag oder zum Schutz eines Kollektivs getragen werden, können Sinn und Bedeutung vermitteln. Das Teilen von Geheimnissen – ebenso wie das Anvertrautwerden – stärkt oft Nähe und Intimität. Und positive Geheimnisse können Autonomie, Lebendigkeit und persönliches Wachstum fördern. Der Vortrag beleuchtet die vielschichtige Psychologie von Geheimnissen: Wann sie belasten, wann sie stärken und wie Menschen lernen können, konstruktiv mit ihnen umzugehen – nicht nur, um sie auszuhalten, sondern um an ihnen zu wachsen.

Der Vortrag findet in englischer Sprache statt.

Die Teilnahme ist ohne Voranmeldung möglich und steht allen Interessierten frei.

Veranstalterinnen:

Prof. Dr. Daniel Tyradellis (Humboldt-Universität zu Berlin)

Dr. Alia Rayyan (Humboldt-Universität zu Berlin)

Dr. Laura Goldenbaum (Stiftung Humboldt Forum im Berliner Schloss)

Ort und Zeit:

11. Februar 2026,

18 bis 20 Uhr

im Saal 3, EG, Humboldt Forum, Schlossplatz.

Weitere Informationen

Michael Slepian

Michael Slepian ist Associate Professor an der Columbia Business School und Autor von The Secret Life of Secrets. Als führender Experte für die Psychologie von Geheimnissen untersucht seine Forschung, wie das Bewahren von Geheimnissen Vertrauen, Beziehungen und Wohlbefinden im sozialen und organisatorischen Leben beeinflusst. Er hat mehr als fünfzig wissenschaftliche Artikel über Geheimhaltung, Wahrheit und Täuschung veröffentlicht, und seine Arbeit wurde in der New York Times, The Atlantic, The New Yorker, The Economist, The Wall Street Journal, der BBC und NPR vorgestellt. Slepian promovierte an der Tufts University, war Gastwissenschaftler an der Stanford University, erhielt den Rising Star Award der Association for Psychological Science und ist gewähltes Mitglied der Society of Experimental Social Psychology.

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Paula Doepfner, „Out in front of a dozen dead oceans“

Ausstellung im Objektlabor

Auf den ersten Blick abstrakt, wie Nebelschleier oder feines Geäst wirken die Zeichnungen von Paula Doepfner. Erst bei näherer Betrachtung ist das feine Schriftbild zu erkennen, das die Künstlerin auf feines Transparentpapier gebracht hat. Es sind Passagen aus Gedichten von Paul Celan, aber auch aus dem Istanbul-Protokoll. Trauma, Folter, Spuren, Erinnerung – all das ist verdichtet und verwebt, aber nicht nur durch die Textreferenzen präsent. Die Arbeiten gehen auf Skizzen zurück, die Paula Doepfner als Beobachterin bei Hirnoperationen an der Charité angefertigt hat.

Im Objektlabor des Hermann von Helmholtz-Zentrum für Kulturtechnik auf dem Campus Nord gelegen, unweit der Charité, soll eine Auswahl dieser Arbeiten in Gesprächen ihre besondere Wirkung entfalten. Neben einem Nachmittag, der sich den Werken Paula Doepfners im Gespräch mit der Künstlerin widmet, sollen bei einem weiteren Gesprächsabend die Themen Migration, Flucht, Vertreibung und (psychische) Folgen von Folter und Gewalt im Zentrum stehen. Wir würden uns sehr freuen, wenn Sie unserer Einladung folgen.

Ausstellung: 24.-27.02.2026, geöffnet 12-14 Uhr

Begleitveranstaltungen:
23.02.2026, 16-18 Uhr: Eröffnung mit Einführung durch die Künstlerin

26.02.2026, 18-20 Uhr: SPUREN VON SCHMERZ. Kunst, Trauma und Flucht. Interdisziplinärer Gesprächsabend mit Paula Doepfner – Künstlerin, Berlin
Ulrike Kluge – Professorin & leitende Psychologin/Gruppenanalytikerin, Charité Berlin/BIM
Julia Manek – Psychologin & Humangeographin, medico international
Moderation: Pauline Endres de Oliveira – Professorin für Recht & Migration (HU/BIM)
In Kooperation: Christina Kuhli – Kustodin HU

Kontakt: Christina Kuhli, christina.kuhli@hu-berlin.de 

Erinnerung, Identität, Weitergabe: Ein künstlerisches Diorama im Humboldt Forum

Wie wird persönliches Erleben zu kollektivem Wissen? Und welche Spuren hinterlassen familiäre Biografien in unserer Identität?

Diesen Fragen widmete sich ein zehnwöchiger gesellschaftlicher Workshop im Rahmen des Clusters „Beziehungsweise Familie“ am Humboldt Forum. Als kollaboratives Projekt, das künstlerische, therapeutische und wissenschaftliche Perspektiven miteinander verband, wurde Wissen nicht als fertiger Lehrinhalt vermittelt. Vielmehr entstand es als gemeinschaftlicher Prozess, in dem die Teilnehmerinnen als ebenbürtige Wissende und aktiv Mitgestaltende in eine transversale Wissensproduktion eingebunden waren. Ausgangspunkt bildeten persönliche Erinnerungen, Erinnerungsobjekte und alltägliche Rituale als Träger von Wissen, das häufig über Generationen hinweg weitergegeben wird.

Aus dieser intensiven Zusammenarbeit sind ein künstlerisches Diorama sowie eine Audioarbeit entstanden, die Erinnerungsobjekte zum Sprechen bringen. Gemeinsam machen sie die komplexen Verflechtungen zwischen individuellem Trauma, transgenerationalen Erzählungen und dem Einfluss politischer Kontexte auf persönliche Lebenswege sichtbar. Zugleich laden sie dazu ein, das Zusammenspiel von Identität und Herkunft neu zu betrachten.

Mit Florian Hermes, Honorata Nawrocki, Marisol Ozomatli Malinalli, Leila G., Franziska Pierwoss, Diana Krämer, Alia Rayyan.

Das Ergebnis ist vom 24. Januar bis 12. Juli 2026 im „Wohnzimmer“ des Humboldt Forums, dem Sonderausstellungsfoyer im Erdgeschoss, zu erleben.

Interessierte sind herzlich eingeladen, die Ausstellung zu besuchen und einen Einblick in diese besondere Form der Wissensarbeit zu gewinnen.

Besuchende vor dem Diorama
© Alia Rayyan 2026

Public Engagement Fortbildung für Forschende

Die Humboldt Graduate School (HGS) bietet in Kooperation mit dem Kompetenzfeld Wissensaustausch mit der Gesellschaft und der Berlin School of Public Engagement and Open Science eine Fortbildung zum Thema Public Engagement für BUA-Wissenschaftler*innen in der PhD oder Postdocs-Phasen an.

In diesem Workshop werden die Grundlagen des Public Engagement und das Nutzen von Konzepten des Wissensaustauschs zwischen Wissenschaft und Gesellschaft für Forschung und Praxis behandelt. Die Teilnehmenden werden eine Kombination aus theoretischen Grundlagen und praktischen Übungen erarbeiten, die ihnen helfen, Public Engagement in ihre Arbeit zu integrieren. Der erste Teil des Tages konzentriert sich auf die Bausteine ​​des Public Engagement und auf die individuellen Ziele der Teilnehmenden für die Arbeit mit verschiedenen Zielgruppen. Am Nachmittag vertieft der Workshop die praktischen Aspekte der Gestaltung von Interaktionen, der Planung und der Erfolgsmessung in Public Engagement Projekten.

  • Zeit bis
  • Ort: Humboldt Graduate School, Luisenstraße 56, 10117 Berlin, Raum 220
  • Format: Präsenz-Workshop auf Englisch
  • Zielgruppe:  Wissenschaftler*innen der BUA in der PhD oder Postdocs-Phase

Anmeldung: Bei Interesse melden Sie sich für den Workshop bis zum 11. Februar 2026 hier an: https://hu.opencampus.com/de/node/12744

Foto: Philipp Plum

Objekt des Monats: Walter Womacka, Die Wissenschaft erobern

Objekt des Monats 01/2026

Noch kann man das großformatige Werk nur in den Abendstunden erblicken – die bunten Glasfenster im Ostflügel des Hauptgebäudes strahlen bei Dunkelheit in den Gartenhof, wenn die Lichter im sanierten Vestibül des Audimax angeschaltet sind. Sie erzählen von einer Zeit der Aufbruchstimmung, der Bedeutung von Wissenschaft und Technikbegeisterung in der DDR.

Es handelt sich um drei Glasfenster, in denen der Mensch im Zentrum steht, umgeben von Elementen der Natur, der Wissenschaft und des Kosmos.

Foto eines hohen Glasfensters, unterteilt in mehrere Scheiben mit verschiedenen Motiven des sozialistischen Menschen und der von ihm beherrschten Natur.
Walter Womacka, Die Wissenschaft erobern, linkes Glasfenster, 1962. Foto: Iris Grötschel, https://www.math.berlin/orte/fenster-hub.html

Im linken Fenster steht ein junger Mann, die linke Hand erhoben in Richtung eines Atommodells, in den Bildfeldern darunter sind eine Friedenstaube und der Kopf Max Plancks angeordnet. Die rechte Hand hält der Mann gesenkt, ihm strecken sich von unten gereckte Fäuste entgegen. Die friedliche Nutzung der Atomenergie unter sozialistischer Staatsführung wird in ihrer globalen Dimension durch die Windrose ganz oben propagiert. Die Natur hat ihren Platz in den unteren Bildfeldern mit Kornähren und einem Früchte tragenden Baum. Doch auch hier greift der Mensch ein, symbolisiert durch Förderturm und Strommast.

Foto eines hohen Glasfensters, unterteilt in mehrere Scheiben mit verschiedenen Motiven des sozialistischen Menschen und der von ihm beherrschten Technik und Kunst.
Walter Womacka, Die Wissenschaft erobern, mittleres Glasfenster, 1962. Foto: Iris Grötschel, https://www.math.berlin/orte/fenster-hub.html

Das mittlere Fenster wird in der oberen Hälfte durch eine weit ausschreitende junge Frau in einem roten Kleid dominiert. Sie hält ein geöffnetes Buch, darunter versammeln sich Marx und Engels und die 11. Feuerbachthese von Karl Marx, die schon damals im Foyer des Hauptgebäudes am Treppenaufgang zu sehen war. Im linken Streifen sind wieder gereckte Fäuste zu sehen, darüber ein Leninkopf. Das DDR-Wappen vor einer Sonne, begleitet von Friedenstauben, rundet die Botschaft ab. Die unteren Bildfelder besetzen Symbole der Wissenschaften und der Künste: ein Anch-Kreuz als Lebenssymbol, eine Maske, eine Harfe und eine Palette, Hieroglyphen, aber auch Funktechnik und Teleskope. Im Zentrum sind die Profilporträts von Wilhelm und Alexander von Humboldt eingefügt, die ganz ähnlich zum Symbolbild und Corporate Design der Humboldt-Universität wurden.

Foto eines hohen Glasfensters, unterteilt in mehrere Scheiben mit verschiedenen Motiven des sozialistischen Menschen und dem von ihm durch Physik und Technik beherrschten Kosmos
Walter Womacka, Die Wissenschaft erobern, rechtes Glasfenster, 1962. Foto: Iris Grötschel, https://www.math.berlin/orte/fenster-hub.html

Das rechte Fenster ist besonders zeitbezogen bzw. zeitaktuell. Hier ist ein Mann im Raumanzug die zentrale Figur, umgeben von einer am Fallschirm hängenden Rakete, den Porträts von Leibniz, Newton und Einstein sowie der Friedenstaube. Im Falle von Einstein ist der Verweis nicht nur wissenschaftsgeschichtlich bedeutsam, der Physiker und Nobelpreisträger hat im Audimax der Berliner Universität Vorträge gehalten. Der rote Sowjetstern neben der Verbildlichung eines schwarzen Lochs und einer Galaxis verweisen auf die Eroberung des Weltraums, die Juri Gagarin 1961 mit seinem Weltraumflug gelungen war. Das Thema der Weltraumeroberung wird in den unteren Bildfeldern mit einem Refraktor, einer Parabolantenne und dem Bildnis von Nikolaus Kopernikus symbolhaft mit der Bedeutung von Physik, naturwissenschaftlicher Forschung und technischem Vermögen verknüpft.

Die Beherrschung von Natur und Technik zum Wohle des Friedens wird in den Glasfenstern als Aufgabe der Universität in einem sozialistischen Staat in einer Abfolge von Einzelmotiven dargestellt. Mal konkreter, mal eher metaphorisch zu verstehen waren eine Vielzahl der ausgewählten Bildelemente bekannte Versatzstücke des medialen Alltags. Eine innovative Technik und Wissenschaft sah Walter Ulbricht als Bedingung für „das Wachstum der Produktivkräfte und die ökonomische Stärke“ an, damit die „erfolgreiche Meisterung der wissenschaftlich-technischen Revolution“ als „eine Hauptaufgabe im Klassenkampf“ gelingen könne (Walter Ulbricht: Grundlegende Aufgaben im Jahr 1970. Referat auf der 12. Tagung des ZK der SED 12./13.12.1969). Das sog. Komplexbild, die Auflösung einer erzählerischen Form in zusammenhängende Einzelmotive, erzeugt auf künstlerische Weise ein Weltbild, in dem Wissenschaft, Technik, Natur und Gesellschaft aufs Engste verknüpft sind und vom Menschen beherrscht werden.

Auch die Technik der Glasfenster demonstriert moderne Technik und zwar in Abkehr von der christlichen Glasmalerei der Kirchenfenster: Kleinformatige Plexiglasscheiben sind den Fenstersprossen vorgehängt und die typischen Bleistege sind nur teilweise echt, zum Teil sind sie durch schwarz gezogene Linien vorgetäuscht. Es wird kein sakraler Raum nobilitiert, vielmehr wird die moderne Wissenschaft und der die Welt durch seinen Forschergeist beherrschende Mensch gefeiert. Ausgeführt wurden die Glasfenster von Katharina Perschel, die Mahlsdorfer Glaskunstwerkstatt existiert bis heute.

Dass Walter Womacka den Auftrag erhielt, lag nicht nur an seiner Expertise für baubezogene Kunst, sondern auch an seiner sozialistischen Überzeugung, die er auch in weiteren Großprojekten unter Beweis stellte. Nicht weit von der HU entfernt gestaltete er 1964 die Glasfensterwand im ehem. Amtssitz des Staatsrates (dem ersten Regierungsneubau in Ost-Berlin, heute European School of Management and Technology). Das Haupttreppenhaus durchzieht die „Geschichte der deutschen Arbeiterbewegung von 1918 bis zur Errichtung des ersten Deutschen Arbeiter- und Bauernstaates“ (Der Sozialismus siegt). Die aufwendige Glasklebetechnik dafür wurde von der PGH Kunsthandwerk und Glasgestaltung in Magdeburg entwickelt – die handwerklich-künstlerische Technik unterstreicht somit die Bedeutung von technischem Fortschritt mit eigenen Mitteln.

Die Glasfenster zeugen von einem ganz besonderen Moment der kunsthistorischen, politischen und gesellschaftlichen Geschichte, in dem auch die Humboldt-Universität ihren Platz hatte.

Autorin: Christina Kuhli
Fotos: Iris Grötschel, https://www.math.berlin/orte/fenster-hub.html [letzter Aufruf: 09.01.2026]

Literatur:

Jörg Haspel: „Vorsicht Stufe“. Konservieren und kommentieren? Sozialistische Denkmalkunst in Berlin als Objekt und Ort künstlerischer Interventionen und Interpretationen, in: Von der Ablehnung zur Aneignung? Das architektonische Erbe des Sozialismus in Mittel- und Osteuropa (= Visuelle Geschichtskultur, 12), hg. von Arnold Bartetzky, Christian Dietz und Jörg Haspel, Köln/Weimar/Wien 2014, S. 195-213;
Luise Helas: Walter Womacka. Sein Beitrag zur architekturbezogenen Kunst in der DDR, in: Luise Helas, Wilma Rambow, Felix Rössl: Kunstvolle Oberflächen des Sozialismus. Wandbilder und Betonformsteine (= Forschungen zum baukulturellen Erbe der DDR, 3), Weimar 2014, S. 19-102;
Sigrid Hofer: Kosmonaut Ikarus. Weltall, Erde, Mensch – Die planbare Zukunft als bildnerische Projektion, in: Abschied von Ikarus. Bildwelten in der DDR – neu gesehen, Ausst.-Kat. Neues Museum Weimar 2012-2013, hrsg. von Karl-Siegbert Rehberg, Wolfgang Holler und Paul Kaiser, Köln 2012, S. 2015-215;
Wolfgang Hütt: Walter Womacka, Dresden 1980;
Walter Womacka: Die bildende Kunst – notwendiger Bestandteil der Architektur, in: Bildende Kunst 6, 1964, S. 305-310.

Thementage rund um Familiengeheimnisse – Verbergen oder Erzählen?

Am Samstag 24.01. - Sonntag 25.01.2026 im Rahmen der Ausstellung "Beziehungsweise Familie"

Schweigen und Flüstern, geheime Beziehungen, unbekannte Verwandtschaften, vererbte Geschichten und verborgene Erbstücke. Gibt es Geheimnisse in Ihrer Familie? Sind Sie für diese Geheimnisse dankbar oder würden Sie sie lieber loswerden? Verbinden Geheimnisse Menschen oder isolieren sie? In spielerischen, künstlerischen und performativen Formaten nähern wir uns den verborgensten Bereichen von Gemeinschaft.

Performances

Erleben Sie Sarah Ama Duahs lebendige Statuen – unter deren Latex-Oberflächen lassen sich versteckte Biografien erahnen.

Der chinesische Künstler Li Binyuan lädt die Besucher*innen ein, Teil einer einzigartigen Klanglandschaft zu werden: Allein durch Ihre Stimmen und geleitet von vertrauten Geräuschen Ihrer Familienangehörigen oder Freund*innen werden Sie Teil der Performance Plaza.

Zum Abendprogramm gehören zwei zutiefst unterschiedliche Zugänge zum Verborgenen. Die musikalische Lesung aus Hewa Rwanda des ruandischen Schauspielers und Regisseurs Dorcy Rugamba ist authentisch und bewegend: 31 Jahre nach dem Völkermord in Ruanda erzählt er von Familie, Kultur und Hoffnung.

Humorvoll wird es beim Videoschnipselvortrag von Jürgen Kuttner: Freuen Sie sich auf Familiengeschichten aus Ost und West.

Im Gespräch

Anne Rabe regt an zum Gespräch über ihre schonungslose DDR-Familiengeschichte Die Möglichkeit von Glück.

Geprägt von Geschichten kultureller Verdrängung in der Türkei reflektiert ein neuer Film des Performers und Filmemachers ŞOKOPOP sein eigenes Coming-out als queere Person und zeigt, wie geerbtes Schweigen durchbrochen werden kann. Dazu findet ein Gespräch mit ŞOKOPOP (Ekim Acun) und Umut Özdemir statt.

Führungen, Workshops und Kinderprogramm

Im eintrittsfreien Wohnzimmer, einem neugestalteten Aktivitätsraum im Erdgeschoss, können Sie vielfältige Familiengeschichten und transgenerationelle Beziehungen erkunden. In der  Bibliothek für Alle finden Sie eine vielfältige Auswahl an Büchern über Familie, zusammengestellt von Black Dads Germany, und in der handwerklichen Workshopreihe Geschenk der Spinne entsteht eine großformatige Wandcollage aus Web- und Strickbeiträgen. Schauen Sie rein und machen Sie mit!

Auch das historische Berliner Schloss birgt Geheimnisse. Eine szenische Tour wirft einen Blick hinter die Fassaden patriarchaler Geschichte und Erinnerung und macht unterbeleuchtete Seiten der Familie Hohenzollern erfahrbar.

Im Live-Rollenspiel Broken Archive können Sie in kleiner Runde gemeinsam darüber spekulieren, warum ein Familienalbum zerrissen wurde – und es anschließend neu zusammensetzen.

Kinder kommen im Geschichtentheater auf ihre Kosten, lernen in der Live-Aufzeichnung des Podcasts Kakadu alles über die Lüge und können gemeinsam mit ihren Eltern die Familiengeheimnisse im Book Dash Workshop festhalten. Selbstbestimmung und Fantasie können Kinder und Erwachsene durch das Malen von Flaggen erforschen – nach Vorlagen der Künstlerin Na Chainkua Reindorf, deren großformatige Werke im Januar das Foyer prägen.

Verbergen oder Erzählen? Thementage:

Sa, 24.1.2026, 10:30–21:00 
So, 25.1.2026, 10:30–21:00 

Mehr Infos zu den Thementage Verbergen oder Erzählen.

© Stiftung Humboldt Forum im Berliner Schloss, Ausstellungsgestaltung: Studio Fasson Freddy Fuss / Staatliche Museen zu Berlin, Ethnologisches Museum und Museum für Asiatische Kunst / (Keyvisual: Stiftung Humboldt Forum im Berliner Schloss / Getty Images / The Image Bank / Karan Kapoor) / Trailer: boheifilm, Musik: INPLUSMUSIC

Ringvorlesung „Beziehungsweise Familie“ – am 21. Januar 2026 mit Prof. Dr. Carola Lentz

Ahnentafeln, Familiengeheimnisse und eine neugierige Ethnologin in Westafrika

Prof. Dr. Carola Lentz 

(Johannes Gutenburg-Universität Mainz, Institut für Ethnologie und Afrikastudien (ifeas), Mainz)

Vor fast vier Jahrzehnten wurde Carola Lentz in eine ghanaische Großfamilie aufgenommen. Wie in vielen afrikanischen Familien haben sich hier Bildungswege und Berufskarrieren, Wohnorte und Lebensstile im Lauf der Zeit weit auseinanderentwickelt. Umso wichtiger für den Zusammenhalt der Großfamilie werden die Erinnerung an gemeinsame Ahnen und regelmäßige Besuche im Ursprungsdorf. Dabei hat die jüngere, schulgebildete Generation andere Ansprüche an eine gute Familiengeschichte als ihre bäuerlichen Verwandten auf dem Land. Die erinnerte Familienvergangenheit ist darum umstritten, und einiges wird von manchen als „Geheimnis“ markiert. Neu sind auch die Erinnerungspraktiken und ihre Medien. Gedenkgottesdienste treten an die Stelle von Ahnenopfern. Gezeichnete Stammbäume, Ahnentafeln und Fotoalben ergänzen die mündlichen Erzählungen. Der Vortrag erkundet diese Veränderungen und die Konflikte, die damit einhergehen. Familiengeschichte, so ein Fazit, kann nicht nur vereinen, sondern auch spalten.

Der Vortrag findet in deutscher Sprache statt.

Die Teilnahme ist ohne Voranmeldung möglich und steht allen Interessierten frei.

Veranstalterinnen:

Prof. Dr. Daniel Tyradellis (Humboldt-Universität zu Berlin)

Dr. Alia Rayyan (Humboldt-Universität zu Berlin)

Dr. Laura Goldenbaum (Stiftung Humboldt Forum im Berliner Schloss)

Ort und Zeit:

21. Januar 2026,

18 bis 20 Uhr

im Saal 3, EG, Humboldt Forum, Schlossplatz.

Weitere Informationen

Carola Lentz

Carola Lentz ist Ethnologin und Seniorforschungsprofessorin an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz. Zu ihren Forschungsschwerpunkten gehören Migration, Ethnizität und Nationalismus, Kolonialismus und Dekolonisierung, staatliche und familiäre Erinnerungspolitik sowie Bildungsbiografien und Mittelklassen in postkolonialen Gesellschaften.

Sie studierte Soziologie, Politikwissenschaft, Germanistik und Pädagogik in Göttingen und Berlin, promovierte 1987 an der Leibniz Universität Hannover und habilitierte sich 1996 an der Freien Universität Berlin. Ihre akademische Laufbahn führte sie über Professuren in Frankfurt und Mainz, wo sie das Institut für Ethnologie und Afrikastudien maßgeblich prägte. Von 2020 bis 2024 war sie Präsidentin des Goethe-Instituts und setzte sich für kulturellen Austausch und internationale Verständigung ein. Ihre Forschungsschwerpunkte liegen auf sozialer Zugehörigkeit, Mobilität und Erinnerungskultur in Westafrika. Für ihr Buch Land, Mobility and Belonging in West Africa erhielt sie 2014 den Melville J. Herskovits Prize.

Sie ist Mitglied der Nationalen Akademie der Wissenschaften Leopoldina und der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften.

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Austausch zwischen Universität und Gesellschaft unterstützen: Einblicke in ein Public Engagement Praktikum

Interview mit Jayun Choi, Brown University

Jayun Choi verbrachte den Herbst 2025 an der Humboldt-Universität und absolvierte ein Praktikum beim Kompetenzfeld Wissensaustausch mit der Gesellschaft am Zentrum für Kulturtechnik. Sie unterstützte vor allem universitätsweite Programme im Bereich Wissensaustausch mit der Gesellschaft und organisierte das Fluid Interdisciplinarities Festival mit. Im Interview teilt sie ihre Eindrücke über die Mitarbeit beim Austausch zwischen Universität und Gesellschaft.

 

Welche Erkenntnis hast du zum Thema Public Engagement gewonnen, insbesondere dazu, wie ein Austausch zwischen Wissenschaft und Gesellschaft funktionieren kann? 

Für mich ist eine wichtige Erkenntnis, dass es beim Public Engagement nicht in erster Linie darum geht, Wissenschaft zu vermitteln oder akademisches Wissen für die Öffentlichkeit aufzubereiten. Vielmehr geht es darum, Räume für den gegenseitigen Austausch zu schaffen, in denen Menschen teilnehmen, Fragen stellen und eigene Beiträge leisten können. Dies wurde für mich zum Beispiel während der Berlin Science Week deutlich, als Irina Demina, die Choreographin-in-Residenz am ZfK, ihre Forschungsarbeit an der Schnittstelle zwischen Volkstanz und künstlicher Intelligenz vorstellte. Anstatt ihre Arbeit abstrakt zu erklären, lud sie das Publikum ein, ihre Forschung durch Bewegung zu erleben. Sie ermutigte die Menschen, Fragen zu stellen und darüber nachzudenken, wie bewegungsbasierte Praxis als eine Form der Forschung funktionieren kann. Diese Erfahrung hat mir gezeigt, wie effektiv Public Engagement als Prozess gemeinsamer Forschung funktionieren kann, bei dem Wissenschaft und Gesellschaft durch gelebte Erfahrung, Neugier und Austausch zusammenkommen.

Welches Projekt während deines Praktikums war für dich am bedeutungsvollsten? Und warum?

Während meines Praktikums war die Arbeit an der Kommunikation von Forschungs- und Kunstprojekten mithilfe sozialer Medien und Festivalmaterialien eines der bedeutungsvollsten Projekte für mich. Bei der Erstellung von Inhalten für Projekte wie die Berlin Science Week, das Förderprogramm „Open Humboldt Freiräume” oder das „Dance Artist in Residence“ Programm habe ich mich darauf konzentriert, komplexe Forschungs- und Kunstpraktiken einem breiteren Publikum zugänglich zu machen. Dieser Prozess hat mein Verständnis von Forschungs- und Wissenschaftskommunikation als einen Akt der Gestaltung geschärft, bei dem redaktionelle Entscheidungen darüber bestimmen, wie institutionelles Wissen in der Öffentlichkeit dargestellt wird. Ich habe auch gelernt, wie Universitäten durch bewusste Kommunikationsentscheidungen, die Wissenschaft und Öffentlichkeit miteinander verbinden, Vertrauen, Sichtbarkeit und Engagement aufbauen können.

Welcher Teil des Fluid Interdisciplinarities Festivals hat Forschung, Kunst und Gesellschaft deiner Meinung nach am besten zusammengebracht?

Bei dem Fluid Interdisciplinarities Festival sind für mich bei der „Party of the Panke” Forschung, Kunst und Gesellschaft am deutlichsten zusammengekommen. Als offene Veranstaltung mit mehreren Mitmachstationen bot „Party of the Panke“ verschiedene Möglichkeiten, sich mit Flüssen auseinanderzusetzen – wie zum Beispiel in Form von Archivkartierung, geführten partizipativen Touren oder einem bewegungsbasierten Workshop. Anstatt Forschung als etwas zu präsentieren, das beobachtet oder erklärt werden muss, lud jede Station die Teilnehmenden dazu ein, sich durch künstlerische und bewegungsbasierte Methoden direkt mit dem Fluss auseinanderzusetzen. So fühlte sich die Teilnahme wie eine Form der Wissensgenerierung an, statt wie eine reine Rezeption von Wissen durch das Publikum. Das hat mir gezeigt, dass Forschung durch diversere Formen der Begegnung einen Weg in den öffentlichen Raum finden kann, was Wissenschaft, Kunst und Gesellschaft durch gemeinsame Erfahrungen statt durch einseitige Präsentationen zusammenbringt.

Bist du während deines Praktikums einem Thema, einer Idee oder einem Impuls begegnet, was dich besonders beeindruckt hat und was du für deine zukünftige Forschung oder Arbeit mitnehmen wirst?

Während meines Praktikums war das Kennenlernen der verschiedenen Forschungsansätze von Berliner Wissenschaftler:innen zum Thema Wasser ein bleibender Impuls, der mein Verständnis von Umweltpolitik und -management nachhaltig verändert hat. Die Teilnahme am Fluid Interdisciplinarities Festival war dabei von entscheidender Bedeutung und hat mich dazu veranlasst, mir weitere Initiativen zum Thema Wasser an der Humboldt-Universität und der Berlin University Alliance anzuschauen. Dieses Interesse wurde durch die wasserbezogene Forschung in der Ausstellung „On Water.WasserWissen in Berlin” im Humboldt Labor verstärkt. Die Begegnung mit Projekten zu Flüssen im urbanen Raum, Wasserinfrastruktur oder Klimaanpassung veranlassten mich dazu, genauer darauf zu achten, wie Wassermanagement für die Öffentlichkeit sichtbar wird. Als Studentin mit den Schwerpunkten „International and Public Affairs“ und „East Asian Studies“ habe ich ein gezieltes Interesse für Fragestellungen entwickelt, wie städtische Wasserpolitik gestaltet und durch öffentlichkeitswirksame Projekte in verschiedenen historischen und institutionellen Kontexten vermittelt wird. Das ist etwas, das ich in meiner zukünftigen Arbeit durch vergleichende Forschungsansätze weiterverfolgen möchte.

Das Interview und die Praktikumsbetreuung führte Xenia Muth, Kompetenzfeld Wissensaustausch mit der Gesellschaft. Ein aktuelles Praktikumsangebot im Bereich Public Engagement und Wissensaustausch mit der Gesellschaft finden Sie im Humboldt Internship Program.

Zwei neue Zweitmitglieder am Zentrum für Kulturtechnik

Wir freuen uns sehr, Prof. Dr. Marcel Robischon und Dr. Friederike Landau-Donnelly als neue Zweitmitglieder am Zentrum für Kulturtechnik begrüßen zu dürfen. Mit ihrer fachlichen Expertise und ihren Erfahrungen im Bereich der Vermittlung und des Wissensaustauschs stärken sie die interdisziplinäre Arbeit am ZfK und die Vernetzung innerhalb der HU Berlin.

Friederike Landau-Donnelly ist politische Theoretikerin und Stadtsoziologin. Sie arbeitet hauptsächlich im interdisziplinären Feld der urbanen Kulturgeographie. Ihre Interessen konzentrieren sich auf Manifestationen politischer Agency und Aktivismus im urbanen Raum. 

Marcel Robischon ist Forstwissenschaftler, Pflanzenbiologe und Leiter der Abteilung für Agrarökologie an der HU. Darüber hinaus ist er Akademischer Direktor des Circle U Knowledge Hub on Climate und Direktor des Berlin Institute of Cooperative Studies (BICS). Er beschäftigt sich unter anderem mit dem Weltnatur- und Agrarerbe im Bereich der landwirtschaftlichen Bildung und Lehre. Im letzten Jahr wurde er in der Tagesspiegel-Reihe „Die 100 wichtigsten Köpfe der Berliner Wissenschaft 2024“ als herausragender „Vermittlungskünstler“ ausgezeichnet, der sein Wissen über Pflanzen und Biodiversität weit über die Universitätsgrenzen hinaus teilt.

Herzlich willkommen! Wir freuen uns auf die kommende Zusammenarbeit.

Interessierte Forschende der HU, die am Profil des Zentrums für Kulturtechnik anknüpfen wollen, können sich auf der Webseite des ZfK im Bereich „Mitgliedschaft-Mitglieder“ zur Zweitmitgliedschaft informieren.